Die Geschichte der Eulenmühle

Über 300 Jahre alt

Was die Eulenmühle heute zu einem idyllisch gelegenen Ziel für Naherholungssuchende im ganzen Rhein Main Gebiet und zentral in Rheinhessen macht, war im 17. und 18. Jahrhundert eine vernünftige Standortentscheidung. Als erste Mühle der beiden Gemeinden Ober-Ingelheim und Nieder-Ingelheim war sie gleichzeitig für die an der Selz gelegenen Gemeinden leicht zu erreichen.

Im 18. Jahrhundert ist die Mühle als Teil des Besitzes des Geschlechts derer Ullner zu Dieburg verzeichnet, woraus sich auch ein Hinweis auf den heutigen Namen der Mühle ergibt. Denn Ullner wurde auch Aulner ausgesprochen, so dass sich aus dem Begriff Aulnermühle der Name Eulenmühle entwickelt haben könnte.

Nach dem Tod des letzten Vertreters des Geschlechts der Ullner zu Dieburg wurde die Mühle an einen Mühlenbeständer namens Johannes Weil verkauft. Noch rund 150 Jahre wurde in der Wassermühle Getreide zu Mehl gemahlen.

Mit Beginn des 20. Jahrhunderts und der fortschreitenden Technisierung verlor die Eulenmühle ihre Bedeutung. Irmgard von Opel, die mit ihrer Familie auf dem oberhalb der Mühle gelegenen Westerberg lebte, erwarb die Mühle 1929, um die mit ihr verbundenen Wasserrechte zu erlangen. 

Nach Ihrem Tod wurde es einige Jahre still um die Hofreite, bevor sie im Jahr 1998 von Norbert und Wiltrud Heine erworben und zu neuem Leben erweckt wurde. In "Rekordzeit" von nur einem guten Jahr renovierten sie den Gebäudekomplex aus 4 Häusern und einer Scheune, und gestalteten den Innenhof völlig neu.